Mit Gewürzen gegen Ungleichheiten und Abhängigkeiten

2. Juni 2020

Mit Gewürzen gegen Ungleichheiten und Abhängigkeiten

Rain Morgan und Pieter Swart setzen sich in Südafrika für eine solidarische Wirtschaft ein und bewerten partnerschaftliche Beziehungen höher als Profit. Wir durften mit ihnen am 26. Mai ein online Interview durchführen.


Rain Morgan und Pieter Swart schätzen, dass 50% der KMU in Südafrika die Krise nicht überleben werden. Im Fairen Handel tätige Produzenten sehen sie aber als resilienter. Dies vor allem aufgrund der stärkeren und bewussteren Beziehungen zwischen Produzenten und Konsumenten, die weniger auf Konkurrenz als auf gegenseitigen Respekt, Vertrauen und Stabilität beruhen.

Rain und Pieter sind der Meinung, dass sich der Blick auf den Handel drastisch ändern muss. Der ständige Fokus auf einen möglichst geringen Preis führt zur Ausbeutung und zum Ausschluss der ProduzentInnen, die am Anfang der Lieferkette stehen. Der Faire Handel hat die Voraussetzungen für ein neues Wirtschaftsmodell, das sich auf inklusive, solidarische und nachhaltige Prozesse stützt.

Die köstlichen Produkte von Rain und Peter Swart sind hier in der Schweiz unter Ukuva iAfrica bekannt. Mit Turqle Trading haben Rain und Pieter Swart eine eigenständige Fair Trade Produzentenorganisation aufgebaut. In einem ausführlichen Interview haben sie uns ihr Erfolgsrezept verraten und haben uns aufgezeigt, dass die persönliche Einstellung der Menschen ein Schlüsselfaktor für den Weg aus der Armut ist.

Das gesamte Interview sowie einen Bericht mit den wichtigsten Punkten des Interviews finden Sie hier.

Weitere Beiträge

Arbeitsbedingungen im Fokus: Die 23 Nominierten für den Fair Fashion Award 2026

Sichere Arbeitsbedingungen, existenzsichernde Löhne und die Wahrung grundlegender Arbeitsrechte sind in der weltweiten Textilindustrie noch immer keine Selbstverständlichkeit. Der Fair Fashion Award rückt deshalb 2026 die soziale Dimension von Nachhaltigkeit ins Zentrum.

Workshop – Stitch by Stitch: Creating a Living Wage Roadmap that Works

Registration open: This Workshop on Wednesday 26th August 2026 addresses members interested in progressing their company’s living wage roadmap.

Generalversammlung 2026 und Zuwachs für die Fair Trade Community

Anlässlich der Generalversammlung durften wir ausserdem ein neues Mitglied begrüssen. Soulspice habt den Monitoringprozess erfolgreich durchlaufen und setzt sich engagiert für Fair Trade ein. Wir freuen uns auf frische Impulse und den gemeinsamen Austausch!

Neues Bundesgesetz zur nachhaltigen Unternehmensführung: Gute Richtung, aber unzureichende Wirkung

Swiss Fair Trade nimmt Stellung zum Vernehmlassungsverfahren zum Bundesgesetz über nachhaltige Unternehmungsführung 2026

Stellungnahme von Swiss Fair Trade zum Länderbericht 2026 der Schweiz zur Agenda 2030

Ohne faire globale Lieferketten bleibt die Agenda 2030 ausser Reichweite – Swiss Fair Trade nimmt Stellung zum Länderbericht 2026 der Schweiz

Yannik Zamboni verstärkt die Jury des Fair Fashion Award

Bekannt als avantgardistischer Modedesigner der Stars ist Yannik Zamboni schon seit seinen Anfängen Aktivist für faire Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Nun tritt er der Jury des Fair Fashion Award bei, der sich dieses Jahr genau diesem Thema widmet.

Gemeinsam in die Zukunft: Swiss Fair Trade führt künftig Geschäftsstelle von fairunterwegs

Die Mitgliederversammlung von fairunterwegs hat entschieden: Es geht weiter. Nach engagierter und konstruktiver Diskussion wurde deutlich, dass fairunterwegs auch in Zukunft eine wichtige Rolle für verantwortungsvollen Tourismus spielen soll und Swiss Fair Trade den Verein im Mandatsmodell weiterführen wird. 

Fair Fashion Award 2026: Gegen Ausbeutung, für faire Arbeit

Die Bewerbungsphase für den Fair Fashion Award 2026 ist eröffnet – und damit fällt der Startschuss für die dritte Ausgabe der Schweizer Auszeichnung für soziale und ökologische Verantwortung in der Textilindustrie.

24. Textilsymposium von armasuisse: Armee und Menschenrechte – passt das zusammen?

Am 24. Textilsymposium von armasuisse stand genau diese Frage im Zentrum. Für unseren Geschäftsführer, Philipp Scheidiger, ist klar: Nachhaltige öffentliche Beschaffung und Menschenrechte gehören untrennbar zusammen.