Sustainable Textiles Switzerland

Sustainable Textiles Switzerland

Der Verein Sustainable Textiles Switzerland (STS) leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) im Schweizer Textil- und Bekleidungssektor entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

 

Die Mission

Der Verein unterstützt Akteure im Schweizer Textil- und Bekleidungssektor dabei, entlang ihrer gesamten Lieferkette sozial und umweltverträglich zu handeln und transparente Nachhaltigkeitskriterien in ihre Organisationen zu integrieren. Da ein grosser Teil der Textilproduktion ausserhalb der Schweiz stattfindet, wird das Vorgehen gleichzeitig international koordiniert und auf die spezifischen Anforderungen des schweizerischen Kontextes zugeschnitten. Langfristig trägt der Multi-Stakeholder-Ansatz sowohl zur nachhaltigen Entwicklung als auch zur Wettbewerbsfähigkeit des Sektors entlang der gesamten Wertschöpfungskette bei. Hier finden Sie die Website des Vereins STS.

 

Netzwerk

Der Vorstand, der sich aus Vertreter:innen der verschiedenen Mitgliedssektoren zusammensetzt, ist für die strategische Leitung des Verbandes zuständig. Wir als Swiss Fair Trade sind Teil des Vorstands.

Die Geschäftsstelle mit Sitz in Zürich ist für die operative Leitung des Verbandes verantwortlich.

Der Beirat wurde von STS als wichtiges strategisches Gremium eingerichtet, um zentrale Interessengruppen in die strategische Entwicklung von STS einzubinden. Mitglieder im Beirat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und die Stiftung Textile Vision.

 

Konkrete Ziele

Ziel 1: Reduktion der Treibhausgasemissionen.

Bis 2030 werden die Treibhausgasemissionen der Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche um 50% reduziert im Hinblick auf ein Netto Null Ziel bis 2050

 

Ziel 2: Förderung fairer Löhne und menschenwürdiger Arbeit für alle.

Bis 2030 setzen 100% des Schweizer Textil und Bekleidungssektors ihre Sorgfaltsprüfungspflicht über die gesamte Lieferkette um, mit einem Fokus auf Arbeitszeiten, Zwangsarbeit, Kinderarbeit und sexuelle Belästigung.

 

Ziel 3: Förderung innovativer Geschäftsmodelle hin zur Kreislaufwirtschaft.

Bis 2030 wird mindestens 30% des Umsatzes des Schweizer Textil und Bekleidungssektors mit Produkten erzielt, die nach Prinzipien der Kreislaufwirtschaft konzipiert sind.

 

Ziel 4: Transparenz, um sicherzustellen, dass nachhaltige Einkaufsentscheidungen getroffen werden können.

Bis 2030 legen 90 % der Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche soziale und ökologische Nachhaltigkeitsinformationen offen und tragen zur Bewusstseinsbildung der Konsumierenden und GrossabnehmerInnen mit bei.

 

Detaillierte Informationen und Massnahmen der Mitglieder finden sich hier.

Hintergrund Textil- und Bekleidungsbranche
Als einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftssektoren bietet die Textil- und Bekleidungsbranche einen wichtigen Hebel zur Bewältigung weltweiter sozialer und ökologischer Herausforderungen. Zahlreiche Initiativen in der Schweiz und im Ausland unterstützen den Sektor darin, einen Beitrag zur Agenda 2030 zu leisten. Um seine Verantwortung zur Erreichung der SDGs wahrzunehmen, arbeitet der Schweizer Textil- und Bekleidungssektor entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf eine nachhaltige Transformation hin. Die Nutzung von Synergien sowie die Koordination von Interessensgruppen entlang der textilen Wertschöpfungskette sind der Schlüssel zu einem inklusiven Transformationsprozess.

Wo kommen wir her?

Die heutige Schlagkraft von STS basiert auf dem Zusammenschluss zweier starker Bewegungen, die im Jahr 2018 unabhängig voneinander starteten, um die Schweizer Textilbranche nachhaltig zu transformieren:

  • Die Initiative «Nachhaltige Textilien Schweiz»: Sie wurde 2018 als wegweisender Multi-Stakeholder-Dialog ins Leben gerufen – damals gemeinsam geführt vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) sowie den Verbänden Swiss Textiles und amfori. Nach der erfolgreichen Entwicklung von klaren Zielbildern und der Arbeit in verschiedenen Fachgruppen trat 2019 auch der Dachverband Swiss Fair Trade dem Konsortium bei.
  • Das «Kerenzerberg Zukunftsforum – Nachhaltige Textilien»: Ebenfalls im Jahr 2018 organisierten Swiss Fair Trade, der Verein Fashion Revolution und die Nachhaltigkeitsagentur ecos ein Forum, um die Akteure der textilen Wertschöpfungskette in der Schweiz zusammenzubringen. Daraus entstand eine regelmässige, etablierte Veranstaltungsreihe sowie strategische Meilensteine wie die Kerenzerberg Charta und der B2B Stammtisch Nachhaltige Textilien.

Nach intensiver Grundlagenarbeit wurden diese beiden erfolgreichen Stränge schliesslich zusammengeführt, um die Kräfte zu bündeln.

Die logische Konsequenz: Das Programm «STS 2030» und der neue Verein

Aus dieser Zusammenarbeit heraus folgte im Jahr 2023 der nächste grosse Meilenstein: die offizielle Lancierung des ambitionierten Programms «STS 2030», um messbare Nachhaltigkeitsziele bis zum Ende des Jahrzehnts zu verankern.
Da das Programm kontinuierlich an Bedeutung und Mitgliedern gewann, folgte im Jahr 2025 der nächste logische und konsequente Schritt: Die Überführung von STS in einen komplett eigenständigen Verein. Mit dieser neuen, dauerhaften Struktur agiert STS heute noch fokussierter und handlungsfähiger, um den Wandel zu Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben.

 

Auch das Zukunftsforum – Nachhaltige Textilie ist und bleibt der zentrale Treffpunkt der Branche für Fachwissen, Best Practices und Vernetzung. Das Jahr 2026 markiert hierbei eine bedeutende Premiere: Erstmals tritt der neu gegründete Verein STS selbst als Veranstalterin des Zukunftsforums auf.