24. Textilsymposium von armasuisse: Armee und Menschenrechte – passt das zusammen?

Am 24. Textilsymposium von armasuisse stand genau diese Frage im Zentrum. Für Philipp Scheidiger, Geschäftsführer von Swiss Fair Trade, ist klar: Nachhaltige öffentliche Beschaffung und Menschenrechte gehören untrennbar zusammen.
Rüstungschef Dr. Urs Loher unterstrich in seinem Beitrag die wachsende Bedeutung von Resilienz und sicheren Lieferketten – ein Thema, das gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten weiter an Bedeutung gewinnt.
Philipp Scheidiger verwies auf die Schweizerische Gesetzgebung, welche Kinderarbeit unmissverständlich verbietet und Unternehmen zu umfassenden Sorgfaltspflichten in ihren Lieferketten verpflichtet. Studien zeigen deutlich, dass Kinderarbeit stark mit Armut und niedrigen Einkommen zusammenhängt. Wer Menschenrechte ernst nimmt, muss deshalb auch über faire und gerechte Entlohnung entlang der Lieferketten sprechen.
Genau hier hat die öffentliche Beschaffung eine wichtige Hebelwirkung. Nachhaltige Beschaffung bedeutet auch Rahmenbedingungen zu schaffen, die menschenwürdige Arbeit und existenzsichernde Löhne ermöglichen. International anerkannte Labels wie Fairtrade Max Havelaar oder das nationale Programm Sustainable Textiles Switzerland sind hier hilfreich und entfalten Wirkung in der Lieferkette.
Der Austausch hat gezeigt: Die öffentliche Beschaffung entwickelt sich zunehmend in Richtung Nachhaltigkeit, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit. Solche Dialogplattformen sind entscheidend, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln – und armasuisse ist hier auf einem guten Weg.
Herzlichen Dank an Andreas Stier und sein Team für die hervorragende Organisation des Symposiums. Ebenso an die Vorredner Marc Steiner für das spannende Aufzeigen der Entwicklungen im Vergaberecht sowie an Matz Bachmann für die kompetente Präsentation zur Zertifizierung in der Kreislaufwirtschaft und die Einführung in das Thema PFAS.











