Für eine faire und grüne Textilwirtschaft mit Schweizer Unternehmen und Städten

16. Dezember 2021

Für eine faire und grüne Textilwirtschaft mit Schweizer Unternehmen und Städten

In enger Zusammenarbeit mit Swiss Textiles und amfori setzt sich Swiss Fair Trade im Programm Sustainable Textiles Switzerland 2030 für eine Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche ein, die Verantwortung übernimmt und aktiv wird. Mit dem Programm verpflichten sich die Akteure gegenüber konkreten Massnahmen und Zielen bis im Jahr 2030 bezüglich Klimaschutz, Arbeitsbedingungen, Transparenz und Kreislaufwirtschaft. Auch Gemeinde und Städte können an dem Programm teilnehmen.

Die Ziele orientieren sich an den UNO Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG’s) und verbinden vier zukunftsführende Aspekte: Sie streben (1) die Reduktion der Treibhausgasemissionen im Textilsektor an, (2) die Förderung fairer Löhne und menschenwürdiger Arbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, (3) die Förderung von innovativen Geschäftsmodellen hin zu einer Kreislaufwirtschaft, und (4) mehr Transparenz, um sicherzustellen, dass nachhaltige Einkaufsentscheidungen getroffen werden können.

Kauft man also fortan bei einem Unternehmen ein, das Teil des STS 2030 Programms ist, so darf man das im Wissen tun, dass es sich den vier Grundpfeilern des Programms verpflichtet und auf allen diesen Ebenen mit Massnahmen auf eine transparente, ökologische und faire Textil- und Bekleidungsindustrie hinarbeitet. Das dies für die Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz relevanter wird, zeigt die in der Schweiz erstmalig durchgeführte Marktforschung zum Einkaufsverhalten nachhaltiger Textilien, die gestern publiziert wurde. So erwarten Konsumentinnen und Konsumenten vermehrt, dass Unternehmen Verantwortung für ihren sozialen und ökologischen Fussabdruck übernehmen und ein entsprechendes Angebot anbieten. Denn – auch das eine zentrale Erkenntnis der Studie – eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Kaufentscheidungen ist die Verfügbarkeit ökologischer und fairer Bekleidung.

Das Programm STS 2030 weist nun den Weg. Denn wir sind überzeugt: Nur noch ökologische und faire Textilien im Sortiment zu haben, das wird spätestens im Jahr 2030 ein Must-Have für Unternehmen. Die Bündelung aller Kräfte auf die vier Bereiche mit der grössten Hebelwirkung der Textilbranche haben das Potenzial, diese Branche tiefenwirksam zu wandeln.

Weitere Beiträge

Stellungnahme von Swiss Fair Trade zum Länderbericht 2026 der Schweiz zur Agenda 2030

Ohne faire globale Lieferketten bleibt die Agenda 2030 ausser Reichweite – Swiss Fair Trade nimmt Stellung zum Länderbericht 2026 der Schweiz

Yannik Zamboni verstärkt die Jury des Fair Fashion Award

Bekannt als avantgardistischer Modedesigner der Stars ist Yannik Zamboni schon seit seinen Anfängen Aktivist für faire Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Nun tritt er der Jury des Fair Fashion Award bei, der sich dieses Jahr genau diesem Thema widmet.

Online Webinar: Gender equality as a prerequisite for resilient supply chains and productivity

Registration open: This webinar on Tue 22th June 2026 explores the root causes and realities of gender-based violence (GBV).

Gemeinsam in die Zukunft: Swiss Fair Trade führt künftig Geschäftsstelle von fairunterwegs

Die Mitgliederversammlung von fairunterwegs hat entschieden: Es geht weiter. Nach engagierter und konstruktiver Diskussion wurde deutlich, dass fairunterwegs auch in Zukunft eine wichtige Rolle für verantwortungsvollen Tourismus spielen soll und Swiss Fair Trade den Verein im Mandatsmodell weiterführen wird. 

Fair Fashion Award 2026: Gegen Ausbeutung, für faire Arbeit

Die Bewerbungsphase für den Fair Fashion Award 2026 ist eröffnet – und damit fällt der Startschuss für die dritte Ausgabe der Schweizer Auszeichnung für soziale und ökologische Verantwortung in der Textilindustrie.

24. Textilsymposium von armasuisse: Armee und Menschenrechte – passt das zusammen?

Am 24. Textilsymposium von armasuisse stand genau diese Frage im Zentrum. Für unseren Geschäftsführer, Philipp Scheidiger, ist klar: Nachhaltige öffentliche Beschaffung und Menschenrechte gehören untrennbar zusammen.

Unsere Erkenntnisse vom UN Forum on Business and Human Rights

Wir waren Teil des 14. UN Forum on Business and Human Rights in Genf. Es stand ganz im Zeichen der multiplen Krisen („Polycrisis“) und der Rolle der Unternehmen darin. Unsere zentralen Erkenntnisse lauten:

Workshop: Ihre Risikoanalyse im Fokus – unter Einbezug von Modern Slavery und Zwangsarbeit

In diesem Workshop widmeten wir uns der Identifikation und Minderung von Risiken moderner Sklaverei und Zwangsarbeit in Lieferketten. Diskutiert wurden aktuelle regulatorische Anforderungen sowie praxisorientierte, systematische Ansätze zur Prävention.

Fair Fashion Award 2025: Säntis Textiles und Muntagnard ausgezeichnet

Der Fair Fashion Award, die einzige Schweizer Auszeichnung für soziale und ökologische Verantwortung in der Textilbranche, geht 2025 an Säntis Textiles in der Kategorie «Etabliert» und an Muntagnard in der Kategorie «Aufstrebend».